Dieser Jakobsweg war die Hölle

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Dieser Jakobsweg war die Hölle

70jähriger Erdinger hat den Camino Catalán geschafft
Nach rund 1200 Kilometern Fußmarsch und mit knappen fünf Kilos Körpergewicht weniger ist der Erdinger Hermann Ruhland wieder daheim. In 39 Tagen ist der Pilger den wohl schwierigsten Jakobsweg, den „Camino Catalán“, gegangen.

Er war noch nie so einsam. Er war noch nie so entschlossen: „Diesen Weg zieh ich durch“, war sein Motto. Trotz aller Widrigkeiten haben sich die Strapazen gelohnt: „Ich habe Gott angefleht, dass ich weiterkomme. Ich weiß, dass er mir geholfen hat“.

Die Funktionsbekleidung von pro function® war für den 70jährigen Erdinger die optimale Kleidung für den Jakobweg.

Bereits vor drei Jahren unternahm Hermann Ruhland seine erste Pilgerreise. Damals pilgerte er 850 Kilometer in 29 Tagen auf dem „Camino Francés“, also dem Jakobsweg, der in Frankreich in dem kleinen Ort Saint Jean Pied de Port beginnt und im spanischen Santiago de Compostela endet. Am 11. Mai begann seine diesjährige Pilgerreise am spanischen Kloster Montserrat. Bis auf das Ziel, Santiago de Compostela, war dieses Mal jedoch alles anders als vor drei Jahren: Der Weg, das Wetter, die Menschen und vor allem die Wegweisung. Während auf der französischen Route die Wege zum Ziel gut ausgeschildert sind, konnte Ruhland auf dem spanischen Weg oft nur raten, wo es langgehe. „Da waren keine Zeichen. Die ganzen 500 Kilometer, die der „Camino Catalán“ andauert, traf ich keinen einzigen Rucksackpilger, den ich hätte fragen können. Ich war teilweise wirklich verloren“, berichtet Ruhland. Einmal, als er sich völlig verirrt hatte, folgte der flotte Geher einfach den Strommasten bis hin zum nächsten Ort. „Ich bin täglich 38 bis 40 Kilometer gegangen. Ich wollte da einfach nur noch durch“, ergänzt der mittlerweile wieder gut erholte 70jährige. Täglich wurde er auf seinem Pilgerweg von Temperaturen um die 27 Grad in der prallen Sonne begleitet. Dazu kam das Problem der Unterkunft: “Die wenigen Pilgerherbergen entlang des spanischen Weges waren fast alle geschlossen. Hostals und Hotels waren dreckig und richtig teuer“, erzählt Ruhland. Und doch habe der Jakobsweg ihn unglaublich demütig gemacht: „Vor lauter Einsamkeit mit meinen Gedanken, wusste ich manchmal gar nicht mehr, woran ich noch denken sollte. Mein Kopf leer wie nie. Ich hab mir nur noch Menschen gewünscht und erkannt, was im Leben wirklich wichtig ist“.


Kontakt nach Hause hatte er nur, als er seine Schwester anrief, um sich unter anderem nach seinem Hobby, einem Schrebergarten, zu erkundigen. Und als er Thomas Fischer, dem Inhaber des Erdinger Funktionsbekleidungslabels pro function®, eine E-Mail schrieb. Der Text: „Der Weg ist die Hölle, deine Funktionsbekleidung eine Sensation“. Denn bevor er dieses Mal auf Pilgertor ging, hat er sich vorher mit dem Richtigen für Drunter und Drüber, ausgestattet. Optimaler Tragekomfort, das wenige Gewicht der Kleidung und kein Schweißgeruch, waren für ihn genau das Richtige. Vor allem, als er dann nach 18 Tagen strammen pilgerns in Logrono wieder auf Menschen stieß. In dem kleinen spanischen Ort trifft der besonders schwierige „Camino Catalán“ auf den ihm ja schon vertrauten „Camino Francés“. Und dieser erfreut sich weltweit bei den Pilgern großer Beliebtheit: „Hier war teilweise echt was los. Alle Nationen waren unterwegs, darunter Japaner, Australier und viele Amerikaner“. Die letzten 700 Kilometer ging der Erdinger also nicht mehr nur alleine. Die Wege waren wieder eindeutig ausgewiesen und die Pilgerherbergen wieder geöffnet.


Nach insgesamt 39 Tagen erreichte er endlich sein Ziel, seine Belohnung: Santiago de Compostela. Bei dem Gedanken an die dort täglich um 12:00 Uhr stattfindende Pilgermesse bekommt er Gänsehaut: „Für jeden, den ich kenne, habe ich dort eine Kerze angezündet“. Ob er den Jakobsweg noch ein drittes Mal gehen würde? Nein, dazu fühle er sich zu alt. Es war ja dieses Mal schon fahrlässig in seinem Alter eine so lange Wegstrecke völlig alleine zu gehen. Aber der „Münchner Jakobsweg“, der stehe auf jeden Fall noch auf seinem Pilgerplan: „Vom Marienplatz bis Lindau, das sind ja nur 270 Kilometer“, und mit der Funktionsbekleidung von function® ein Spaziergang, lächelt der Erdinger Jakobspilger abenteuerlustig.

Bekleidung von www.pro-function.com



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