Die Pilgerroute „Lutherweg 1521“ erinnert bis heute an den großen Reformator

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Die Pilgerroute „Lutherweg 1521“ erinnert bis heute an den großen Reformator

(djd). Zum 500. Jubiläum der Reformation haben Wanderer eine ganz besondere Möglichkeit, den Spuren Martin Luthers zu folgen: Denn der sogenannte Lutherweg 1521 bildet die Route nach, die der Reformator vor fast 500 Jahren vom Reichstag zu Worms zur Wartburg bei Eisenach zurücklegte. Luther war auf dem Reichstag geächtet worden – auf seinem Rückweg folgte er im Frühjahr 1521 mit großer Wahrscheinlichkeit den alten Handelswegen von Worms nach Frankfurt, von dort ging es

durch Hessen bis zur Wartburg in Thüringen. Bis heute verläuft der Lutherweg auf rund 375 Kilometern durch Hessen und bringt Pilger und Wanderer zu zahlreichen Wirkungsstätten des Reformators. Der gesamte Streckenverlauf ist unter www.lutherweg1521.de beschrieben.

Wirkungsstätten im Wetteraukreis

Im Wetteraukreis gelangt man in Friedberg zu imposanten Wahrzeichen: hier führt die Strecke an der spätgotischen Stadtkirche entlang und durch eine der größten Burganlagen Deutschlands. Martin Luther hat im April 1521 auf seiner Rückreise von Worms in Friedberg übernachtet. Von hier aus schrieb er an Kaiser Karl V. einen Brief, in dem er seine Beurteilung der Reichstagsereignisse noch einmal zusammenfasste. In der Stadtkirche sind Martin Luther und seine Wegbegleiter in einem Fensterbild von Otto Linnemann (1918) dargestellt. Im Wetterau-Museum ist das „Lutherschwert“ ausgestellt und informiert eine Sonderausstellung zum Thema „Luther“. Mehr Informationen gibt es unter www.wetterau-museum.de.

Nächstes sehenswertes Ziel auf der Route ist die Burg Münzenberg mit ihren zwei weithin sichtbaren Bergfrieden. Das Theaterstück „Katharina von Bora – Luthers Morgenstern zu Wittenberg“ wird vom 30. Juni bis zum 2. Juli in der imposanten Burgruine aufgeführt. Informationen dazu findet man auf www.muenzenberg.de.

Frankfurt am Main

Martin Luther soll am 14. April 1521 über die Friedberger Landstraße in Frankfurt eingezogen sein. Hier nahm er in der Herberge „Zum Strauß“ am Kornmarkt Quartier – das Gasthaus wurde allerdings 1896 abgerissen. Während seines Aufenthaltes traf er auch einige Anhänger seiner Reformbewegung. Am nächsten Tag verließ Luther Frankfurt über Sachsenhausen in Richtung Groß-Gerau und Oppenheim.

Luther und Bach in Aschaffenburg

Nicht direkt am Lutherweg liegt Aschaffenburg, dennoch ist die heute bayerische Residenzstadt einen Abstecher wert. Hier präsentiert das Stiftsmuseum die Ausstellung „Martin Luthers 95 Thesen in Aschaffenburg“. Bei den 30. Aschaffenburger Bachtagen steht die Verbindung zwischen dem Reformator und dem späteren Thomaskantor Johann Sebastian Bach im Vordergrund. Luther dichtete zahlreiche Kirchenlieder, die Bach später vertonte. Unter www.aschaffenburger-bachtage.de gibt es dazu mehr Informationen.



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